Ein Offenstall in der Schweinemast ist eine alternative Haltungsform, bei der sich die Stallluft mit der Außenluft auf natürlichem Wege austauscht. Wie der Name schon sagt, ist der Schweinestall an mindestens einer Seite komplett offen, oder es gibt einen Auslaufbereich nach draußen. Die Tiere können selbständig zwischen diesen unterschiedlichen sogenannten Klimazonen frei auswählen und sich nach Belieben hin und her bewegen.

Die Schweine bekommen frische Luft, ungefähr doppelt so viel Platz als gesetzlich vorgeschrieben, ein natürliches Tageslicht sowie tiergerechte Funktionsbereiche zum Liegen, Fressen, Bewegen, Koten und Harnen. Ebenfalls können die Schweine bei dieser Haltungsform die natürlichen Witterungseinflüsse wie warm, kalt, feucht, windig und sonnig erleben. Was zu jedem Offenstall gehört ist ein Strohbereich in dem die Schweine ruhen und schlafen oder auch wühlen und spielen können.

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Ausgedacht hat sich das Konzept Rudolf Wiedmann und nannte seine Weiterentwicklung des Schweinestalls Pigport. Wiedmann lag mit seinem neuen Konzept vor allem eins am Herzen: die natürlichen Grundbedürfnisse eines Schweins.

Wiedmann teilte den Stall in vier Funktionsbereiche ein: Liegen, Fressen, Aktivität und Koten. Durch die offene Konstruktion sorgte er dafür, dass die Schweine auch im Stall immer an der frischen Luft sind. Frische Luft ist für die heimlichen Weltmeister im Riechen ganz wichtig. Denn Schweine schnüffeln und riechen den ganzen Tag fast ohne Unterbrechung.


Vorteile auf einen Blick:


Interview mit dem Erfinder des Offenstalls

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Kennen Sie die 6 wichtigsten Besonderheiten von Schweinen?

<aside> 1️⃣ Schweine sind sehr neugierig und ca. 70% des Tages aktiv.

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